Hinter den Kulissen: Jahresrückblick 2024 (3)
- 14. Apr.
- 3 Min. Lesezeit
Der Sommer 2024 auf der Hufe 9 lässt sich mit einem Wort zusammenfassen: intensiv. Während andere das wundervolle Wetter genossen, hieß es für uns Endspurt. Eigentlich hatte ich gehofft, alle Arbeiten schon pünktlich zum Beginn der Saison abzuschließen, aber es war offensichtlich geworden, dass selbst mit aller Kraftanstrengung eine Eröffnung maximal zum Ende der Ferien machbar sein würde. Und somit wurde der 1. September zum offiziellen Eröffnungsdatum. Nichts fokussiert den Geist so sehr wie eine unnachgiebige Deadline!

Juli und August fühlten sich an wie ein Hindernislauf durch Design-Entscheidungen und logistische Hürdenläufe. Mein Hang zum Perfektionismus hat es mir dabei nicht immer leicht gemacht. Die olivgrüne Küche ist das Herzstück der Wohnung, aber der Kühlschrank passte für mich einfach nicht ins Bild. Aus Effizienzgründen wollte ich keinen eingebauten Kühlschrank und auch wenn mir immer wieder gesagt wurde, dass ein silberner Kühlschrank ja "trotzdem gut" aussehe, konnte ich es so nicht stehen lassen. "Trotzdem gut" reicht eben nicht. Also wickelte ich ihn kurzerhand in grüne Möbelfolie, damit er nahtlos ins Gesamtbild passt.
Manchmal wünschte ich mir, ich wäre bei solchen Details etwas entspannter, aber am Ende ist es genau dieser Blick fürs Ganze, der die Gute Stube - und meine Designarbeit im Allgemeinen - ausmacht. Ich trage mein Los also quasi freudig. 😊
Ähnlich lief es beim Pfad zur Eingangstür. Ich hatte mir ganz bestimmte Steine in den Kopf gesetzt, die natürlich überall ausverkauft oder nur noch in geringen Mengen auf Lager waren. Also fuhr ich zu vier verschiedenen Läden in drei Städten, bis ich genug Material zusammen hatte.

Aber der größte Kraftakt war ohne Zweifel die Gestaltung des kleinen Vorgartens der Ferienwohnung. Auch wenn der Hof mit insgesamt 6.000 Quadratmetern genug Grünfläche bietet, wollte ich den zukünftigen Gästen eine kleine private Oase direkt vor der Küchentür anbieten. Und nach Abschluss der Bauarbeiten sah es hier eher nach Wüste als Oase aus!
3 Tonnen Muttererde später hieß es bei 30 Grad im Schatten die neue Hecke pflanzen. Weit entfernt von einem idealen Zeitpunkt zum Anpflanzen wollte ich dennoch sicherstellen, dass auch die ersten Gäste eine komplett fertige Wohnung vorfinden würden und keine Zwischenlösung. Ich war an diesen Tagen so unglaublich dankbar, dass nur knapp 50m entfernt ein toller Badesee darauf wartete, die nötige Abkühlung zu verschaffen! Als krönenden Abschluss gab es eine kleine Jostabeere – ein kleines Geschenk aus dem Dorf, das nun bei uns Wurzeln schlagen darf.
Zwischendurch entstand natürlich auch die Terrasse, komplett mit unserem alten Hoftor, welches als Abtrennung zur Straße eine neue Lebensaufgabe bekam.

Unsere vierbeinigen Bauleiter nahmen das ganze Chaos gewohnt gelassen. Irgendwo schläft immer ein Hund auf meinen Fotos! Zielsicher finden sie immer den gemütlichsten (oder strategisch ungünstigsten) Platz für ein Nickerchen. Damit sind sie ein integraler Baustein unserer Arbeit - nämlich der, der dafür sorgt, dass die nötigen Kuschel- und Spaziergehpausen eingehalten werden!

Schließlich war es soweit, dass der Fotograf zum offiziellen Fotoshooting kommen konnte. Aber auch hier war das Motto eher "gerade noch rechtzeitig" statt "entspannt vorbereitet". Während Stefan im Schlafzimmer schon das perfekte Licht einfing, rutschte ich in der Küche noch auf Knien über den Boden, um die letzten Spuren der Bauarbeiten wegzuwischen.
Aber was soll ich sagen? Punktlandung! Am 1. September konnten wir die Türen für unsere ersten Gäste öffnen. Eine nette Dame und ihre Freundin waren die Ersten, die die fertige Wohnung testen durften. Ihr Lob und ehrliches Feedback waren das schönste Geschenk nach all der Arbeit – und viele der Anmerkungen sind sofort in die Tat umgesetzt worden. ✅
Mittlerweile hänge mit dem Schreiben dieser Berichte schon knapp 18 Monate hinterher. Man könnte meinen, ich plane die Renovierung schneller, als ich tippen kann! Damit ihr nicht immer anderthalb Jahre warten müsst, um zu sehen, was auf dem Hof passiert, habe ich in der Zwischenzeit angefangen, monatliche Foto-Updates auf Instagram zu teilen. Schaut gerne bei @hufe_9 vorbei, da gibt es den Fortschritt (annähernd) in Echtzeit.
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Und wer gerne ein Wörtchen bei der Planung der restlichen Gebäude mitreden möchte, kann dies mit unserer Umfrage tun! Oder schickt einfach eine E-Mail. Ich freue mich über jeden Austausch.















